Rudi Bommer

Rudi Bommer
Rudi Bommer beim Champions for Charity 2022
Personalia
Voller Name Rudolf Bommer
Geburtstag 19. August 1957
Geburtsort Aschaffenburg, Deutschland
Größe 187 cm
Position Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
1964–1971 TV 1860 Aschaffenburg
1971–1973 Viktoria Aschaffenburg
1973–1976 Kickers Offenbach
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1976–1985 Fortuna Düsseldorf 264 (38)
1985–1988 Bayer 05 Uerdingen 83 (13)
1988–1992 Viktoria Aschaffenburg 33 0(2)
1992–1997 Eintracht Frankfurt 84 0(4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1975–1976 Deutschland U-18 12 0(2)
1983–1988 Deutschland Olympia 20 0(1)
1984 Deutschland 6 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1992–1994 FC Kleinwallstadt
1994–1995 Eintracht Frankfurt Am.
1995–1997 Eintracht Frankfurt (Co-Trainer)
1997–1998 VfR Mannheim
1998–2000 Viktoria Aschaffenburg
2000–2004 Wacker Burghausen
2004 TSV 1860 München
2005–2006 1. FC Saarbrücken
2006–2008 MSV Duisburg
2011 Wacker Burghausen
2012–2013 Energie Cottbus
2015 Viktoria Aschaffenburg
2016–2019 SC Hessen Dreieich
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Rudolf „Rudi“ Bommer (* 19. August 1957 in Aschaffenburg) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler.

Sportliche Laufbahn

Vereinskarriere

Bommer spielte von 1976 bis 1996 in 417 Spielen für Fortuna Düsseldorf, Bayer 05 Uerdingen und Eintracht Frankfurt in der Bundesliga.[1] Dabei erzielte er 54 Treffer. Bommer spielte bis zum Jahr 2000, im Übergang aus der Karriere als aktiver Profifußballer, weiter als Spielertrainer.

Auswahleinsätze

In der deutschen A-Nationalmannschaft kam der Mittelfeldspieler 1984 auf sechs Einsätze[2] und stand bei der EM in Frankreich im Kader (ein Einsatz).

Höhepunkt seiner Laufbahn als Spieler im DFB-Auswahldress war seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1988, bei der er mit der Olympiamannschaft beim Fußballturnier den 3. Platz erkämpfte und somit die Bronzemedaille gewann. Dafür wurden er und die deutsche Olympiaauswahl mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

Trainerlaufbahn

Am 26. Oktober 2000 wurde Bommer Trainer des damaligen Regionalligisten Wacker Burghausen. Er führte die Mannschaft 2002 zum Aufstieg in die 2. Bundesliga und konnte dort zweimal den Klassenerhalt feiern. 2004 wechselte er zum Bundesliga-Absteiger TSV 1860 München, bei dem er am 15. Dezember 2004 wieder entlassen wurde. Am 31. August 2005 wurde Bommer Trainer des Zweitligisten 1. FC Saarbrücken und führte die Mannschaft zwischenzeitlich aus der Abstiegszone. Am 3. Mai 2006, nach einem 0:4 gegen Kickers Offenbach, wurde er als Cheftrainer beurlaubt. Eine Rolle bei der Entlassung spielten auch Gerüchte über einen möglichen Wechsel zum MSV Duisburg.[3][4]

Ab dem 1. Juli 2006 war er Trainer des damaligen Bundesliga-Absteigers MSV Duisburg. In der Saison 2006/07 erreichte er den dritten Tabellenplatz und führte die Mannschaft zurück in die Bundesliga. In der nächsten Saison stieg der MSV wieder ab. Nach schwachem Saisonstart in der 2. Bundesliga wurde Bommer am 9. November 2008 entlassen. Nach einiger Zeit ohne Engagement wurde er zur Saison 2011/12 erneut als Trainer von Wacker Burghausen vorgestellt. Er löste seinen Vertrag zum Jahresende 2011 wieder auf und unterschrieb beim FC Energie Cottbus einen bis zum 30. Juni 2013 gültigen Vertrag,[5] der bis zum Saisonende 2014 verlängert wurde.[6] Nach vier sieglosen Spielen wurde er am 5. November 2013 entlassen.

Am 19. Oktober 2015 kehrte Bommer als Nachfolger von Slobodan Komljenović kurzfristig auf die Trainerbank des bayerischen Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg zurück. Vom 1. Januar 2016 bis zum 1. April 2019 war er Cheftrainer des Hessenligisten SC Hessen Dreieich und stieg mit dem Verein 2018 in die Fußball-Regionalliga Südwest auf.[7][8]

Erfolge als Spieler

  • Finale im DFB-Pokal 1977/78 mit Fortuna Düsseldorf
  • Sieg im DFB-Pokal 1978/79 mit Fortuna Düsseldorf
  • Finale im Europapokal der Pokalsieger 1979 mit Fortuna Düsseldorf
  • Sieg im DFB-Pokal 1979/80 mit Fortuna Düsseldorf
  • Dritter Platz in der Bundesliga 1986 mit Bayer 05 Uerdingen
  • Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1988
  • Dritter Platz in der Bundesliga 1993 mit Eintracht Frankfurt

Erfolge als Trainer

  • 1994/95 Aufstieg in die Regionalliga mit Eintracht Frankfurt Amateure
  • 2001/02 Aufstieg in die 2. Bundesliga mit Wacker Burghausen
  • 2006/07 Aufstieg in die Bundesliga mit dem MSV Duisburg
  • 2017/18 Aufstieg in die Regionalliga mit dem SC Hessen Dreieich

Weblinks

  • Rudi Bommer in der Datenbank von weltfussball.de
  • Rudi Bommer in der Datenbank von fussballdaten.de

Einzelnachweise

  1. Matthias Arnhold: Rudolf Bommer – Matches and Goals in Bundesliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 19. Februar 2015. Abgerufen am 15. März 2012.Vorlage:Cite web/temporär
  2. Matthias Arnhold: Rudolf Bommer – International Appearances. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 19. Februar 2015. Abgerufen am 9. März 2015.Vorlage:Cite web/temporär
  3. Spiegel Online: Entlassung: Bommer rechnet mit Saarbrücken ab
  4. handelsblatt.com: Saarbrücken trennt sich von Coach Rudi Bommer
  5. FC Energie verpflichtet Rudi Bommer (Memento vom 7. Januar 2012 im Internet Archive)
  6. Tinte trocken – Cottbus hält Bommer bis 2014
  7. Drei Fragen an die neuen Trainer hessen-dreieich.de, abgerufen am 14. März 2016.
  8. Fix: Auch Trainerduo verlässt SC Hessen Dreieich. 1. April 2019, abgerufen am 13. Februar 2021. 
Normdaten (Person): GND: 129941417 (OGND, AKS) | VIAF: 77407880 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Bommer, Rudi
ALTERNATIVNAMEN Bommer, Rudolf (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fußballspieler und Trainer
GEBURTSDATUM 19. August 1957
GEBURTSORT Aschaffenburg